Aus tomblr wird blattsalat

Kürzlich hab ich meinen alten tomblr-Wordpress-Blog umgezogen auf einen eigenen Server. Da hab ich mehr Möglichkeiten und kann auch sonst ein bisschen rumspielen. Das ging erstaunlich problemlos. Waren ja auch nicht besonders viele Posts 😉 Alle Posts und Kommentare automatisch exportiert und in das neue Blog importiert. Ging ganz einfach. Nur mit den Formatierungen und den Bildgrößen musste ich ein bisschen spielen, bis es passte. Also jetzt getzt weiter auf blattsalat.net. Hoffentlich komm ich mal öfter zum bloggen…

…Ach ne, jetzt ist ja WM.

…und Sommer.

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Ich könnt‘ plotzen!

Webbasierte Wireframing- und Mock-Up-Toos gibt es mittlerweile im Netz, wie Kühe auf der Weide. Grund genug, da mal schnell den Überblick zu verlieren. Obwohl es nette Menschen gibt, die viel Zeit haben, um verschiedene Tools auszuprobieren und kurze Reviews zu schreiben.

Ich habe vor ein paar Wochen für ein Projekt iPlotz benutzt. Ich hatte zuerst ein bisschen mit der Demo rumgespielt und mich dann für die Desktop-Kauf-Variante entschieden. Wer will schon seine Daten auf irgend einem amerikanischen Webserver liegen haben, wo Wer-Weiss-Wer Zugang hat. Der klare Vorteil bei iPlotz ist, dass man aus seinen Mock-Ups direkt einen klickbaren HTML-Prototypen exportieren kann, ähnlich wie bei Axure RP. So viel zur Theorie. Wie iPlotz mir in der Praxis geholfen/nicht geholfen hat, will ich hier mal schnell beschreiben. Diese Rezession bezieht sich nur auf die Desktop-Version 2.1 von iPlotz. Ich will das Tool nicht schlecht machen, denn das ist es defacto nicht. Vielmehr schildere ich meine Erfahrungen bei der Arbeit mit iPlotz.

Das Fazit zuerst. Ich wollte mit iPlotz einfach und schnell Wireframes und einen lo-fi HTML-Prototypen für einen Usability-Test basteln. Letztendlich funktionierte das auch. Aber hier und da machte mir es iPlotz nicht leicht. Meiner Meinung nach hat iPlotz seine Stärken für das schnelle Scribbeln von Mock-Ups in der frühen Ideenphase. Für mehr finde ich es noch nicht ausgereift genug. Die Frage ist, ob die Web-Version mehr kann, aber die ist mir im Moment noch zu unsicher.

1. Reaktionszeiten

Auf meinem Rechner (der nicht der langsamste ist) reagierte iPlotz nur sehr gemächlich auf sämtliche Aktionen mit der Mouse oder dem Keyboard. Die Geschwindigkeit nahm mit zunehmender Projektgröße ab.

2. Gewöhnungsbedürftige Shapes

Die Shapes sind irgendwie noch nicht sauber ausgearbeitet. Unterschiedliche Schriftarten und -größen, teilweise zu wenig Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings muss man dazu sagen: es gibt recht häufig Updates.

3. HTML-Export

Eines der Top-Features von iPlotz ist die Möglichkeit, Projekte als HTML-Version auszugeben. Das liest sich erst mal gut und funktioniert auch irgendwie. Leider hatte ich einige Probleme mit den exportierten Dateien, wenn der Export denn überhaupt funktionierte. Das war nämlich nicht immer der Fall. Teilweise machte der Export einfach gar nichts. Es wurde auch keine Fehlermeldung angezeigt. Nahe an der Verzweiflung konnte ich durch Exportieren einzelner Screens und Entfernen von Elementen auf den Screens die nicht exportiert wurden das Problem eingrenzen. Verstanden habe ich es aber nicht. Scheinbar kam das liebe iPlotz mit einigen seiner eigenen Shapes nicht klar.

Ein weiteres Problem sind Links. Wenn man Screens mit anderen Screens verlinkt – was man sehr oft tut, wenn man einen Prototyp bauen will – geht der Link in der exportierten HTML-Version verloren. Mit absoluten URLs funktionierte es. Allerdings werden beim HTML-Export Links nicht unterstrichen dargestellt. Das macht es für Probanden oder Kunden schwierig diese zu finden und verfälscht u. U. das Ergebnis.

4. Unsinnige Benennung der exportierten Screens

Man kann den einzelnen Screens in iPlotz Titel geben. Das ist schön so. Exportiert man aber die Screens als JPG oder als HTML, stehen da andere Namen. Insbesondere, wenn man seine Wireframes aus den Kopien anderer Screens erstellt. Dann trägt der Dateiname nämlich nicht den Namen, den man im Tool für diesen Screen vergeben hat, sondern den ursprünglichen zuzüglich einer etwas seltsamen Nummerierung.

5. Massenexport

Jeder Wireframe kann nur einzeln ausgegeben werden. Oder habe ich die Funktion zum Exportieren des ganzen Projekts als JPG oder PDF übersehen? Das kann bei größeren Projekten sehr nervig werden. Ein weiteres Problem ist, dass man den Verzeichnispfad, in den man exportieren möchte jedes Mal neu angeben musste. Das kann man zwar umgehen, indem man erst mal alles in das Standardverzeichnis exportiert und dann kopiert. Ich finde aber das geht auch komfortabler.

Visualize yourself!

Unter www.ionz.com.br kannst du im Handumdrehen und in Echtzeit eine Infografik von dir selbst erstellen. Eine nette Spielerei. Ich hab das natürlich direkt mal ausprobiert. Das Ergebnis ist echt lustig:

Zuerst werden einem ein paar Fragen auf portugiesisch gestellt, die man aber leicht dank Icon-Unterstützung beantworten kann. Gleichzeitig bekommt man auch angezeigt, was andere Nutzer ausgewählt haben. Am Schluss kann man sein Werk noch farblich aufhübschen und ein Foto reinkleben, bevor man es als Desktop-Wallpaper exportiert. Schön auch, dass die Screen-Auflösung automatisch ausgewählt wird…oder ist das Zufall?

So, jetzt selbst ausprobieren!

Via Conceptionblog

Löst Facebook Google ab?

Facebook überzeiht das Web durch Open Graph mit einem neuen sozialen Layer und könnte damit das Netz revolutionieren. Facebook macht das zunächst durch die Streuung von harmlos wirkenden und einfach zu implementierenden Programmierschnitsttellen, z.B. dem vielen bekannten „Like“-Button. FacebookZum anderen werden durch Open Graph Websites mit semantischen Infos versehen. Das eröffnet Facebook vielfältige Möglichkeiten, z.B. dem behavioural Targeting zu Werbezwecken oder der personalisierten Webanalyse. Theoretisch könnte Facebook sogar zu einer Suchmaschine werden.
Der lesenswerte Artikel Das Facebook-Universum: Wie das soziale Netzwerk das Web beherrschen will beschreibt die Konsequenzen von OpenGraph und drei mögliche Szanrien für die Zukunft von facebook.

Facebook aggregiert alle diese personalisierten Daten und teilt sie mit seinen Geschäftspartnern. Ein Beispiel: wenn ich mich neu bei dem Musikdienst Pandora Relation Browser anmelde, bekomme ich dort Musikempfehlungen auf Basis meiner bei Facebook hinterlegten Lieblingsbands und/oder der musikalischen Vorlieben meiner Facebook-Freunde.

Pom Wonderful

Health Angel
In der letzten Zeit begegnen mir immer wieder Plakate für dieses Produkt in Düsseldorf. Ich finde die Werbung ist jetzt kein Superkracher, der in die Hall of Fame der Werbung eingehen wird. Aber aufgefallen ist sie mir dann irgendwie doch. Vielleicht auch, weil Granatapfelsaft doch eigentlich ein extrem unsexy Produkt ist. Dafür finde ich die Kampagne eigentlich ganz gut gelungen und sie hat immerhin meine Aufmerksamkeit erreicht, was lange nicht jede Werbung schafft – schon gar nicht mit Plakaten. Vielleicht liegts aber auch an der cleanness der Plakate an sich, die neben den gruseligen Informationsüberfüllten Plakaten positiv herausstechen.

Bei der Website allerdings relativiert sich meine Begeisterung dann schon wieder. Da gehts dann doch wieder mehr in Richtung unattraktives Gesundheitsprodukt. Von der Startseite mal abgesehen, die die Aufgeräumtheit der Plakatwerbung aufgreift (oder umgekehrt?).  Allerding befindet sich direkt auf der Startseite in der Mitte des Contents ein Dead Link. Igitt!

So, jetzt muss ich das Zeug nur noch probieren. Ich überlege mir aber erst mal welcher Preis für einen Granatapfelsaft angemessen ist. Vom Feeling her geht die Kommunikation eher ins Hochpreisige. Mal schauen.

cheat death

Pom Wonderful - Life Support

IA Konferenz 2010

IAK10
Heute in einem Monat ist IA Konferenz in Köln. Für mich das erste mal und glücklicherweise habe ich auch noch Heimvorteil. Ich muss mich also nocht mit der Hotelsuche belasten. Das Thema der diesjährigen Konferenz ist Service. Design. Thinking. Das Programm kann sich sehen lassen oder alternativ hier heruntergeladen werden.
Besonders gespannt bin ich auf die folgenden Vorträge:

Geburtshelfer für Innovationen: eine neue Rolle für Information Architects
Praxis des Design Thinking bei der Entwicklung von digitalen Projekten. (Ulrich Erdmann)

Service design: a customer journey
How design can bridge the communication gap between organisation and customer. (Flip Wegner)

Eine Social IA für die Otto Group
Informationen und Mitarbeiter miteinander vernetzen. (Lutz Hirsch / Gaby Neujahr)

The Good, the Bad and the Concept
Überlegungen zur ethischen Verantwortung des Konzepters. (Johannes Stock)

User Experience Design in der agilen Produktentwicklung
Methoden, Herausforderungen und Chancen in der Praxis. (Sandra Griffel)

Die Zukunft der Suche

Eine Informative Präsentation von Peter Morville, Autor des Eisbärenbuchs zum Suchverhalten im Web. Interessant finde ich, dass seine Beispiele und Patterns sämtliche digitalen vernetzen Medien umfassen. Man kann es gar nicht oft genug sagen: in der wachsenden Informationsflut von Internet, Social Web, IPTV und iPhone wird das Auffinden der relevanten Informationen noch wichtiger. Durch die Veränderung der Mediennutzung ändert sich auch das Suchverhalten. Peter Morville stellt in seiner Präsentation interessante Beispiele für Search Patterns vor.