Archive for the 'Offline' Category

Pom Wonderful

Health Angel
In der letzten Zeit begegnen mir immer wieder Plakate für dieses Produkt in Düsseldorf. Ich finde die Werbung ist jetzt kein Superkracher, der in die Hall of Fame der Werbung eingehen wird. Aber aufgefallen ist sie mir dann irgendwie doch. Vielleicht auch, weil Granatapfelsaft doch eigentlich ein extrem unsexy Produkt ist. Dafür finde ich die Kampagne eigentlich ganz gut gelungen und sie hat immerhin meine Aufmerksamkeit erreicht, was lange nicht jede Werbung schafft – schon gar nicht mit Plakaten. Vielleicht liegts aber auch an der cleanness der Plakate an sich, die neben den gruseligen Informationsüberfüllten Plakaten positiv herausstechen.

Bei der Website allerdings relativiert sich meine Begeisterung dann schon wieder. Da gehts dann doch wieder mehr in Richtung unattraktives Gesundheitsprodukt. Von der Startseite mal abgesehen, die die Aufgeräumtheit der Plakatwerbung aufgreift (oder umgekehrt?).  Allerding befindet sich direkt auf der Startseite in der Mitte des Contents ein Dead Link. Igitt!

So, jetzt muss ich das Zeug nur noch probieren. Ich überlege mir aber erst mal welcher Preis für einen Granatapfelsaft angemessen ist. Vom Feeling her geht die Kommunikation eher ins Hochpreisige. Mal schauen.

cheat death

Pom Wonderful - Life Support

Usability in der Straßenbahn?

Auf dem Weg zu einem naheliegenden Kundentermin habe ich gestern mal auf die Straßenbahn zurückgegeriffen. Eigentlich habe ich ja eine Monatskarte. Nur dummerweise ist die zusammen mit meinem Geldbeutel zuhause liegen geblieben.

Da stand ich also dann vor dem Fahrkartenautomaten in der Bahn und überlegte, ob ich für drei Stationen bezahle (Geld hatte ich mir geliehen) oder ob ich eine Schwarzfahrt riskiere. Da kam mir die Frage auf: Ist mangelhafte Usability beim Fahrkartenautomaten eigentlich eine ausreichende Begründung zum Schwarzfahren?

Ich will nicht die Automatensoftware der Bonner Verkehrsbetriebe analysieren. In der Regel sind die User Interfaces ja schon recht einfach gehalten. Aber was wäre passiert, wenn ich dem Kontrolleur verkauft hätte: „Ich habe mich bemüht eine Fahrkarte zu kaufen, konnte aber den Kauf nicht abschließen, weil ich das User Interface nicht verstanden habe.“ Ich vermute stark, dass der Kontrolleur meine Argumentation nicht verstanden hätte. Fahrkartenkontrolleure müssen schließlich ja keine Usability-Experten sein. Und ich glaube, dass ich bei meinem Gegenüber mindestens in den Top5 der seltensten Ausreden gelandet wäre. Aber wer weiß das schon.

Letztendlich habe ich mich gegen den Fahrkartenkauf entschieden. Schließlich hab ich ja eine. Bei einer kurzen Google-Befragung habe ich immerhin herausgefunden, dass man gar nicht Schwarzfahren kann, wenn man eine gültige Montaskarte besitzt. Schließlich schädigt man das Verkehrsunternehmen ja nicht.

Wieder was gelernt.